CORONA! Meine 5 Tipps zur besser Bewältigung der eigenen Krise

Corona hat uns getroffen wie ein Tsunami. Die behördliche verordnete Quarantäne, Sicherheitsvorschriften und gesellschaftlichen Restriktionen haben unser Leben verändert und die Auswirkungen und langfristengen Folgen dieser Maßnahmen in unserer Gesellschaft sind noch gar nicht absehbar.

Zu Hause gefangen zu sein, nicht zu wissen wie es weitergeht und wie die Zukunft ausschauen wird, ist für viele von uns eine schwierige Situation und ein bedenklicher Umstand, der uns da von den Verantwortlichen zugemutet wird (leider nicht immer ganz nachvollziehbar). Es bleibt nur zu hoffen, dass das Ganze nicht noch fatalere gesundheitliche Folgen haben wird als die Ansteckung durch Corona.

Als Personal, Mental – und Gesundheitstrainer möchte ich ein paar Ideen und Anstöße geben, um diese Krise und die damit verbundenen Lebensveränderungen besser zu meistern. Hier für habe ich dir 5 Tipps zusammengefasst.

Plötzlich eine Krise

Eine ähnliche, lebensverändernde Situation durfte ich vor kurzem erst selber erleben, jedoch nicht durch eine Infektion oder Krankheit verursacht, sondern infolge einer Knieluxation durch einen Sportunfall.

Deshalb weiß ich nur zu gut, was es heißt, wenn man völlig unvorhergesehen nicht mehr seiner Arbeit, seinen Hobbys, dem Sport etc. nachgehen kann. Zudem kam noch die Tatsache, dass ich lange nicht wusste ob ich überhaupt wieder normal gehen kann. Meine existentielle Grundlage stand auf dem Spiel und alles, auf dem mein Leben aufgebaut war, zerplatzte wie eine Seifenblase. Durch die Brutalität des Unfalles war ich zudem schwer traumatisiert, was ich erst viel später zu spüren bekam. Diese schwierige Phase erinnert mich stark an die jetzige Situation, in der wir im Kollektiv stecken.

Und obwohl ich meine eigene Geschichte keinesfalls als direkten Vergleich zu dieser globalen Krise nehmen möchte, die uns Corona beschert hat, gibt es doch ein paar Parallelen zur Lage und Umständen mit denen unzählige Menschen nun konfrontiert sind: Angst, Ungewissheit, existentielle Fragen und die Beraubung der Freiheit.

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Die Krise als Chance

So aussichtslos alles auf den ersten Blick jedoch scheint, bietet diese Krise eine große Chance zum Umdenken in Sachen Gesundheit, Prävention, Menschlichkeit und dem Umgang mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen. Nutzen wir diese Chance also für einen Neuanfang, für uns selber und für eine bessere Zukunft für unsere Kinder. Es ist Zeit, selber die Verantwortung zu übernehmen.

Durch meine unzähligen Verletzungen und Reha-phasen habe ich meine eigenen Strategien für eine besseren Bewältigung der Lebenssituation und zur schnelleren Genesung entwickelt. Diese Strategien beruhen auf den Prinzipien des systematischen, körperlichen und mentalen Trainings, als auch in einer gesunden Ernährung. Diese Strategien sind nicht nur zu meiner eigenen Gewohnheit geworden, die ich täglich selber praktiziere, (angepasst an die Situation), sondern dienen auch als Grundlage für die erfolgreiche Betreuung meiner Klienten.

1. Gewohnheiten und Routinen

Corona oder ähnliche Ausnahmezustände zeigen, dass uns jederzeit eine höhere Gewalt zur Änderung unserer Lebenssituation zwingen kann, und wir dadurch unsere Werte, Ansichten und Gewohnheiten neu ordnen müssen. Da wir nicht wissen wie lange dieser Ausnahmezustand andauern wird, ist es hilfreich auch neue Strategien zur besseren Bewältigung des neuen Alltages in den eigenen vier Wänden zu entwickeln.

Ich weiß, dass die Sache nicht immer so einfach ist, denn die Kinder und der Partner können auch sehr fordernd und anstrengend sein. Umso wichtiger ist es, dass man einen Plan hat und diesen auch verfolgt, bis dieser zur Routine geworden ist. Eine zeitliche und systematische Ordnung von Tätigkeiten erspart energieraubende Entscheidungsfindungen und sorgt für mehr innere Ruhe und Sicherheit.

2. Positivität, Meditation und Dankbarkeit

Viele Menschen haben Angst und Ungewissheit vor der Zukunft, gesundheitlich als auch existentiell. Ein bedenklicher Umstand, der uns da von den Verantwortlichen zugemutet wird. Angst erzeugt Stress, und Stress kann zahlreiche Stoffwechselfunktionen hemmen, Entzündungen fördern und das Immunsystem schwächen.

Atemübungen, Meditation oder Mentales Training sind die besten Methoden, um mit seinen Sorgen besser klar zu kommen, oder negativen Gedanken und Gefühle in Positive zu verwandeln. Das heißt nicht, dass du dich zur Spiritualität bekennen musst.

Ich praktiziere Meditation seit meinem Unfall. Es hat mir unglaublich geholfen mich besser zu fühlen und schneller zu genesen. Ich nenne das Ganze Mindset-Training. Dabei geht es darum – durch ständiges Wiederholen von positiven Gedanken und Gefühlen, das Unterbewusstsein auf POSITV umzuprogrammieren. Das ist die Basis für einen positiven Verlauf einer Krankheit oder Verletzung.

Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass positive Gedanken enorme Heilkräfte besitzen, sondern auch deine gesamte Wahrnehmung, Weltanschauung und somit deine Realität positiv verändern können.

Schreibe dir jeden Tag 3 Dinge auf für die du dankbar bist, wie z.B. deine eigene Gesundheit, deine Kinder oder Familie, für dein Haus, dein Auto, dein Haustier usw. Ehrliche, innere Dankbarkeit führt zu mehr innerer Zufriedenheit, Gelassenheit und Lebensfreude und kann dir dabei helfen die eigene Situation besser zu meistern und aus einer anderen Perspektive zu sehen.

3. Zeit sinnvoll nutzen

Durch die behördlich verordnete Auszeit wir haben jetzt die Möglichkeit Dinge zu erledigen die man schon jahrelang vor sich herschiebt, wie z.B. alte Freunde und Bekannte anzurufen, mehr Zeit mit dem Partner, den Kindern zu verbringen oder sich intensiver dem Hobby oder dem Garten zu widmen.

Lese das Buch das du schon lange lesen wolltest. Diese Zeit sollte man aber vor allem dafür nutzen, unseren innersten Grundbedürfnissen nachzukommen, mehr Zeit für sich zu selber haben, um z.B. einmal das eigene Leben zu reflektieren:

Frag dich doch einmal: wo komme ich her, wo stehe ich und wo geht meine Reise hin. Was ist meine Aufgabe und Rolle in meinem Leben und in dieser Gesellschaft? Welchen Lifestyle führe ich? Nutze diese Gelegenheit zur positiven persönlichen Veränderung!

4. Frische Luft und Sonne tanken

Sich im Haus oder Wohnungn einzusperren ist das schlechteste, was man jetzt für das Immunsystem und seine Psyche tun kann. Gehe jeden Tag raus an die frische Luft – auch wenn du eine Maske trägst kannst du frischen Sauerstoff einatmen. Jetzt, im Frühling wird es wärmer und sonniger. Täglich ein kleiner Spaziergang in der Sonne oder im Wald regt die Vitamin-D Produktion an, und ist wichtig, um Immunsystem zu stärken.

5. Halte dich fit und ernähre dich gesund

Die vielen positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung auf unsere Gesundheit sind bekanntlich vielfältig. Man muss nicht zwingend ins Fitness Studio gehen, um sich körperlich zu betätigen. Improvisation ist angesagt. Jeder hat zu Hause Platz für eine Gymnastikmatte. Wenn du dir nicht sicher bist, wie und was du trainieren solltest, lass dich von einem Personal Trainer beraten.

Viele von uns bieten auch Online Coaching an. Wenn du dich jedoch ganz unspezifisch körperlich betätigen und auspowern möchtest, dann mach mit bei der Quarantäne Fitness Challenge“.

Egal ob du Vegetarier oder Fleischfresser bist. Kaufe frische Lebensmittel und koche selber. Egal welche Ernährungsform du bevorzugst, schau dass du deinen Körper entlastest (kein Zucker, weniger Alkohol) und täglich mit Nährstoffen versorgst, die zu einem reibungslosen Stoffwechsel und zur Aufrechterhaltung des Immunsystems beitragen. Ich arbeite seit Jahren sehr erfolgreich mit dem Activate Your Body Programm, das nicht nur das Gewicht reduziert, sondern die Gesundheit maßgeblich fördert.

Mein Fazit

Man kann sich leider nicht vor einer viralen Ansteckung schützen, aber man kann Vorkehrungen treffen in präventiver Hinsicht. Ein gesunder Lifestyle sorgt nicht nur für wesentlich mehr Lebensenergie, besseren Schlaf, Zufriedenheit und Wohlbefinden, sondern ist die Basis für ein starkes Immunsystem.Und ein starkes Immunsystem ist der einzig wichtige und sinnvolle Faktor, um nicht zur Gruppe der Risikopersonen zu gehören.

Dein Reinhard Gossner

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