Funktionelles Training

was ist Functional Training?

Funktionell (engl.Functional) bedeutet zweckmäßig. Funktionelles Training steht für komplexe Bewegungsabläufe, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen.


Bewegungen die für die Lebensqualität und die sportlichen Leistungen entscheidend sind,  werden oft vernachlässigt. Durch funktionelles Training  kann dein Körper nicht nur schlanker, sondern auch dynamischer und flexibler und werden.

50 Min. FT – Workout zum nachmachen 😉


Im Gegensatz zum Bodybuilding, steht beim funktionellen Training nicht der Muskelaufbau (Optik) im Vordergrund. Der Fokus liegt darauf, den Körper zu stabilisieren sowie Muskelapparat, Muskelansätze, Sehnen und Gelenke für den Alltag oder für intensive sportliche Belastungen fit zu machen. Besonders der Rumpf (Core) , unser Hauptstabilisator, sowie die tiefe Bauchmuskulatur und Schulterblattstabilisatoren werden trainiert.

Ein staker Core ist die Basis jeder Sportart 


Wieso ist FT auch für Sportler wichtig?

Optimierung

Funktionelle Übungen zielen darauf ab, funktionelle Kraft zu entwickeln. Sie ermöglicht jedem Athleten, Kraft für seine sportliche Aktivität aufzubringen. Eine gut ausgebildete Rumpfkraft ist die Basis für Sportarten mit stets gleichen Bewegungsabläufen von mittleren bis hohen Intensitäten mit langer Dauer.  Functional Training hilft Athleten also dabei, das Optimum aus ihrer Sportart herauszuholen, sei es Leichtathletik, Boxen, Tennis, Golf oder Fußball.

Prävention

In jenen Sportarten, in denen sich aufgrund der Spezifik einseitige physiologische Beanspruchungen nicht vermeiden lassen, kann funktionelles Training den Charakter eines Ausgleichstrainings mit therapeutischer Wirkung annehmen.


Physiologische Funktionalität

Der menschliche Körper hat sich in seiner evolutionären Entwicklung bestimmte Bewegungsmuster angeeignet um sich möglichst effizient bewegen zu können.

Um von A nach B zugelangen, gehören gehen und laufen zu den Grundbewegungsmustern.  Als Baby und Kleinkind vollziehen wir in den ersten 15 Lebensmonaten im Zeitraffer die motorische Entwicklung vom Liegen zum Rollen über das Krabbeln auf allen Vieren bis hin zum aufrechten Stand und Gang. Im Laufe unseres ersten Lebensjahres bauen wir durch tägliches Üben unterschiedlicher Bewegungs-, Roll- und Krabbelmuster Kraft und Stabilität auf, um uns gegen die Schwerkraft zu behaupten und immer komplexer werdende motorische Aufgaben zu meistern.

Parallel dazu reift auch das ZNS (zentrales Nervensystem). Durch das ständige Wiederholen und Einüben der Bewegungsmuster werden aus den ersten zarten neuronalen Verknüpfungen schließlich „Autobahnen“, die uns dabei helfen, motorische Abläufe immer kontrollierter und sicherer auszuüben.

Wir bauen Tag um Tag mehr Stützmuskulatur auf, um verschiedene Bewegungen und Haltungen einnehmen zu können, bis wir schließlich zum ersten Mal einen Fuß vor den anderen setzen.

Bewegungsmuster werden im Gehirn gespeichert

Bestimmte Bewegungsmuster wie z.B. die Kniebeuge funktionieren im Kindesalter noch vollkommen natürlich und harmonisch. Wer Kleinkinder beobachtet, wenn sie sich bücken um etwas vom Boden aufzuheben tun sie das intuitiv in der bestmöglichen Art und Weise – sie, beugen die Kniegelenke und senken den Hintern zum Boden wobei der Oberkörper dabei kerzengerade bleibt.

Diese natürlichen Bewegungsmuster  gehen uns mit zunehmendem Alter (bedingt durch unseren Lebensstil, Job, Bewegungsmangel etc.) verloren. Funktionelles Training zielt genau auf diese ursprünglich erlernten Bewegungen ab. Jedes Gelenk in uns hat einen genetisch veranlagten und individuell genormten Bewegungsradius (ROM). Und es will bewegt werden. Wird es nicht aktiv bewegt, vergisst es seine Aufgabe, verkümmert und degeneriert.

Functional Movement Screen

 

Durch den Functional Movement Screen (FMS)  werden die wichtigsten funktionellen Bewegungsmuster ermittelt. Anhand der Testergebnisse werden spezifische Korrekturübungen eingesetzt.


Aufgaben der Muskulatur

Die tief liegende Haltemuskulatur hat die Aufgabe den passiven Bewegungsapparat zu stützen und die Gelenke zu sichern. Es sind die kleinen Muskeln die diese Aufgabe (automatisch) machen.

Die großen oberflächlichen Muskeln haben wiederum die Aufgabe die Extremitäten und Gelenke durch ihre Kontraktion zu bewegen. Jede Bewegung wird also kontrolliert von vielen Muskeleinheiten geleitet und ausgeführt.

Beispiel Kniebeuge: Das Gehirn schickt bewusst einen Impuls (über die Motoneuronen des ZNS) an die betreffende Muskulatur (direkt an die Muskelzelle). In diesem Fall sind das die Oberschenkel- und Gesäßmuskeln die kontrahieren müssen um die Beinstreckung auszuführen, gleichzeitig müssen (unbewusst) dabei das Sprunggelenk, das Kniegelenk, Hüft-und im Speziellen die Wirbelsäulengelenke von anderen Muskeln stabilisiert (Stabilisatoren) werden, um die Bewegung überhaupt stabil und sicher ausführen zu können. Man nennt dies „intermuskuläres“ Zusammenspiel. Dieses Zusammenspiel vieler Muskeleinheiten ist essentiell für eine harmonische, gesunde und somit funktionellen Bewegungsausführung.


Die Rumpfstabilität spielt dabei aber immer eine wesentliche Rolle. Der Rumpf ist der Kern (Core) des Körpers. Um überhaupt Kraft auf die Extremitäten möglich effektiv übertragen zu können, muss dieser möglichst stabil und belastbar sein.

Wenn ein Glied in dieser Kette schwach ist, muss ein anderer Körperteil oder Muskel diese Schwachstelle kompensieren. Diese Kompensationsmuster können mit der Zeit zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen und Schmerzen verursachen.

Komplexe, funktionelle Bewegungsabläufe laufen also immer über die intermuskuläre Koordination von Muskelschlingen ab.

Eines der Ziele des funktionellen Training ist die Core-Stabilität

Unterm Strich sollte aber immer die Freude an der Bewegung und die Gesundheit im Vordergrund stehen . Funktionelles Training in der Gruppe kann dies positiv unterstützen.


Was Teilnehmer sagen

Christoph Wurnitsch /  Biker, Boarder, Kletterer

Aus Überzeugung kann ich heute behaupten im Funktions- und Mobilitätstraining, mit speziellem Fokus auf die Stärkung der Rumpfmuskulatur, die Lösung für langjährige Rücken- und Bandscheibenprobleme gefunden zu haben. Nach Jahren des Suchens nach schmerzlindernden Methoden war insbesondere die Effektivität des Trainings, durch die Verspannungen und Blockaden rasch beseitigt werden, enorm beeindruckend. Durch gezielte und gesteigerte Trainingsintervalle wurden meine Schmerzen nicht nur weniger sondern lösten sich teils komplett auf. In meinem sportlichen Alltag fühle ich mich durch eine gesteigerte Körperstabilität um einiges sicherer und selbstbewusster – der Körper reagiert plötzlich auf schwierige Situationen in schnellen Sportarten, die ein hohe Schnellkraft sowie ein gutes Balancegefühl erfordern, mit einer bisher unbekannten Leichtigkeit, was nicht zu Letzt zu einer Leistungssteigerung und in meinem Fall zu mehr Spaß am Sport geführt hat. Funktionelles Training kann durchaus auch als Therapie mit einem hohen medizinischen Nutzen eingesetzt werden. Danke Reini für deine professionelle Beratung und die vielen gemeinsamen Trainingssessions!


Anna Kogler /  Sportwissenschafterin, Golferin

„Als Golferin ist das funktionelle Training als Ausgleichstraining für mich äußerst wichtig. Durch die einseitige Beanspruchung beim Golfschwung lege ich den Fokus vor allem auf die Stärkung meiner Körpermitte durch gezieltes Training der Rücken-, Bauch-, Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur. Reini versteht es, die entsprechenden Reize für ein effektives Training der Körperstabilität und Koordination mittels bestens ausgewählter Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder mit instabilen Unterlagen, Medizinbällen oder Slings (Kabelzugtraining) zu setzen. Durch das kontinuierliche Training – bei Reini gibt’s auch einen ‚Home-Workout-Plan‘ für Zuhause 😉 – kann ich mein Leistungsniveau durch das optimale Training der ganzen Muskelketten nicht nur halten, sondern sogar verbessern! Auch die Verletzungsprophylaxe und das Konzentrieren auf eine aktive Körperhaltung im Alltag stellen für mich wertvolle Nebeneffekte des funktionellen Trainings dar! Reini ist perfekt ausgebildet und durch sein persönliches Interesse am Fitness-Sport stets am neuesten Stand der Wissenschaft – zudem macht das gemeinsame Gruppentraining mit gutem Sound auch immer viel Spaß! 100% Weiterempfehlung!“


Franz Wagner / Marathon – und Bergläufer

„Ich habe von Freunden mit viel Begeisterung von Reini´s Kursangebot gehört. Anfänglich war ich aus 2 Gründen doch etwas skeptisch: Einerseits bin ich nicht mehr in der „Jüngsten Abteilung“ angesiedelt, und andererseits lag meine Knie-OP nicht lang zurück! Aber, bereits nach der ersten Einheiten fühlte ich mich pudelwohl, besonders im Rückenbereich und das „angeschlagene Knie“ schmerzte weniger – mir schien als würde es sich mit jedem Training dieser Art sogar verbessern!! Heute weiß ich, dass einseitige physiologische Beanspruchung (bei mir das LAUFEN) eines gezielten Ausgleichstrainings bedarf. Die Folge ist neben mehr Power eine positive Muskelkoordination. Functional Training hat auch großartige Wirkung auf Steigerung meiner Mobilität, Beweglichkeit und auch auf die Verbesserung der Tiefenmuskulatur. Ich möchte diese positiven Erfahrungen auch in Zukunft konsequent umsetzen und kann das Training nur jedem wärmstens empfehlen!“

 

 

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